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Geschrieben von Andreas Schultz
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Mittwoch, 13. Juli 2011 |
Nachfolgend ein paar Worte und Fotos, die uns Martina v. Engeln-Amen anlässlich des diesjährigen Hafenfestes und der Bootstaufe zugesandt hat - vielen Dank dafür!
Hafenfest mit Doppeltaufe
Das diesjährige Hafenfest war das nasseste, das ich je erlebt habe, es schüttete wie aus Eimern - nein, eher wie aus Tonnen…
Aber es war trotzdem wieder ein schönes Fest. All die, die lieber warm und trocken zuhause geblieben sind, haben doch so einiges versäumt. Es gab wieder das berühmte verführerische Kuchenbuffet, Herzhaftes vom Grill, knackige Fischbrötchen, dazu natürlich frisches kühles Bier und andere leckere Getränke. Und unserer guten Stimmung konnte der Regen auch nichts anhaben!
Mein persönliches Highlight war diesmal natürlich die Taufe der zwei Oldtimer-Kanus, die ich vor gut sechs Jahren in den Verein eingebracht habe.
Wie bin ich damals zu diesen Booten gekommen? "Vom Stapel gelaufen" sind die Kanus Anfang der 60er Jahre beim Fernmeldeamt Lübeck. Sie dienten dem sogenannten "dienstlichen Ausgleichssport" der Fernmeldehandwerker-Lehrlinge. Bis in die 90er Jahre sind wohl einige 100 Lehrlinge mit ihren Ausbildern (und bestimmt auch mit viel Spaß) auf der Wakenitz oder auf der Trave herumgepaddelt…
Als dann dieser Dienstsport eingestellt wurde, waren die Boote gut 30 Jahre alt, buchmäßig abgeschrieben und sollten nun entsorgt werden. Da sie mir sehr am Herzen lagen, gelang es mir mit der Hilfe einiger Kollegen, sie "inoffiziell" bei uns im Ausbildungsteam zu behalten. Doch dann wurde das Lübecker Ausbildungsteam nach und nach immer kleiner. Es war kaum noch möglich, die Boote zu nutzen oder gar zu pflegen, so dass ihr Zustand leider immer schlechter wurde.
Glücklicherweise habe ich 2006 für die beiden Oldtimer in diesem kleinen feinen Verein eine wunderbare neue Heimat gefunden. Die Kanus werden hier nicht nur mit Freude genutzt, sondern auch mit viel Liebe (und einer Riesenportion Muskelschmalz und Schweiß) gepflegt. Dass sich diese zwei alten Ladys heute als wahre Schönheiten darstellen, ist nur dem LMYC zu verdanken. An dieser Stelle den fleißigsten Helfern noch mal ein "Dankeschön", besonders an Erwin Bauert, Mario Ernst, Jörg Kämpfer, Stefan Kienast, Pit Kuhlmann, Matthias Mewes und Gustav Schneier.
Manch einer fragt sich vielleicht, warum ich so eigenwillige Namen für die Boote ausgesucht habe…Diese Namen sind eine kleine Verneigung vor der großartigen Seefahrtkunst der Polynesier. Letztes Jahr im Neuseeland-Traumurlaub habe ich ein wenig die Kultur der Maori kennen gelernt, und die Vorfahren der Maori kamen so vor ca. 1000 Jahren mit ihren Kanus aus Polynesien, sie haben also mehr als 3000 Seemeilen offener See in offenen Kanus zurückgelegt - und das ohne Kompass und Sextant!
Außerdem liebe ich den Klang ihrer Sprache… Ala Moana bedeute soviel wie "der Weg zur See", Tangaroa ist der Maori-Name für den "Gott des Meeres".
Ich wünsche nicht nur den beiden Kanus, sondern auch unserem LMYC und seinen Mitgliedern "allzeit gute Fahrt und immer mehr als eine Handbreit Wasser unterm Kiel" (bzw. immer mehr als eine Handbreit Bier im Glas)!
Martina v. Engeln-Amen
      
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